Was bedeutet der Augenblick?

Ulrich H. Rose vom 25.03.2002 Nr. 09. Übertragen am 15.07.2020

 

Der Augenblick, in dem ich existiere wird bestimmt durch:

Das JETZT und die Befindlichkeiten im jeweiligen Augenblick

Diese Befindlichkeiten werden beeinflusst:

- durch Krankheit

- durch Wohlbefinden

- durch Zwänge,

- durch psychischen Druck

- durch die Ernährung

- durch den Serotonin- und Dopamin-Haushalt

- und anderen chemischen Prozessen im Gehirn.

 

Die Vergangenheit beeinflusst das "JETZT":

- durch positive und negative Erinnerungen und Empfindungen

- durch verfälschte und unbewusste Erinnerungen

- durch Prägungen als Kind

- positiv durch DenKen

- positiv durch Verstehen und demzufolge Akzeptieren

- negativ durch Nichtakzeptanz von Vergangenem

 

Um akzeptieren zu können ist es wichtig zu verstehen:

Das, was vor einer Sekunde geschehen ist, ist nicht zu ändern und alles zuvor auch nicht. Akzeptiere dies, akzeptiere alles aus Deiner Vergangenheit (weil es so gewesen ist und nichts verändert werden kann – da vorbei) und Dein „JETZT“ = der Augenblick wird erträglicher und Deine Reflexionen in die Zukunft werden positiver.

 

Die unabdingbare Voraussetzung für das Akzeptieren ist das Verstehen.

Ohne Verstehen ist kein Akzeptieren möglich.

Ulrich H. Rose vom 02.09.2015

 

siehe dazu auch "Was bedeutet Verstehen im Zusammenhang mit Akzeptieren"

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Die gedachte Zukunft beeinflusst meinen Augenblich, das "Jetzt":

- durch negative Zukunftsgedanken

- durch positive Zukunftsgedanken

- durch gleichgültige Zukunftsgedanken

- durch unrealistische Zukunftsgedanken

 

Dann gibt es noch Menschen, die im „sich was vormachen - anderen was vormachen - sich anlügen - andere anlügen“ sehr schnell sind (dies geschieht in Bruchteilen von Sekunden) und dadurch keine bewusste, sondern eine verfälschte, manchmal auch eine gegenteilige Erinnerung haben.

 

D.h., diese Menschen können die = ihre Vergangenheit nicht akzeptieren, da ihre Vergangenheit verfälscht vorliegt.

 

Solche Menschen haben im „JETZT“ Probleme und reflektieren dies in die Zukunft mit erheblichen Zukunftsängsten, oder wollen sich keine/kaum Gedanken über die Zukunft machen.

 

Ulrich H. Rose vom 25.03.2002

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Nachtrag am 19.07.2018: Überraschend war für mich 2014 festzustellen, dass ich diese Gedanken schon 2002 hatte. Nur 2002, da konnte ich noch nicht die passenden Begriffe dazu benennen.

Menschen, die anderen was vormachen, die sich und Andere* anlügen, die Fehler nicht zugeben können, das sind Soziopathen. (DI) * Andere wird bei mir groß geschrieben

 

Das schnelle Denken und das dazu notwendige "sich was vormachen" = sich anlügen, das wird auch konfabulieren* genannt. Donald Trump, ein Soziopath konfabulierte (log) bei seiner Amtseinführung 2016 über die Zuschauerzahlen.

* konfabulieren und Narrative etc. findest Du gut erklärt in "Betrug und Selbstbetrug"

 

Zum "Schnellen Denken" möchte ich noch auf den Nobelpreisträger Daniel Kahneman hinweisen, dessen Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" mehr als empfehlenswert ist. Ähnliche, nur weiterführende Gedanken finden findest Du bei mir in "Der blinde Fleck beim Denken" (DI). Ende Nachtrag

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