Offener Brief von Helmut Schmidt zur NSA-Farce: "Überflüssige Dienste"

Nr. 256, Ulrich H. Rose vom 23.11.2013. Übertragen am 18.08.2020

 

Als Ausnahme hier unter "Offenen Briefe an ..." mal ein Kommentar von Helmut Schmidt zum Abhören des Handy der Kanzlerin Angela Merkel im Jahr 2013.

 

Meine Vorrede dazu:

Wir werden nicht von der NSA an der Nase herumgeführt, wir Deutschen werden von unseren Journalisten an der Nase herumgeführt und für dumm verkauft.

Zum Kernthema komme ich später.
Zuvor ist eine etwas längere Einleitung notwendig, die Manches ins rechte Licht rückt.

 

Wer gläubig ist, der sieht die Welt durch eine rosarote Brille.

Weil der Gläubige nicht weiß, deshalb glaubt er

- ihm bleibt ja auch nichts anderes übrig, als zu glauben.

 

Der Gläubige mit viel Wissen, der „Gescheitgläubige“ ist sich sicherer in seinem Glauben, als der Naivgläubige.

 

Der „gescheite Gläubige“, das ist der Gescheitgläubige, steht sich – wegen seines Vielwissens - selbst im Wege und kann seine 2 Schwachstellen im Kopf, den Glauben und dem Erliegen der Illusion, wegen seines großen Wissens kritikfrei* zu sein, nicht als Problem erkennen. Er kann sogar - mittels seines Vielwissens - meistens begründen warum er glaubt. Das ist unlogisch, da der Vielwissende seine Wissenslücken auch nach Wahrscheinlichkeiten betrachten und im Gehirn ablegen könnte. Dazu müsste der Vielwissende DenKen können.

* dies ist ein extra Kapitel und wird in "Der blinde Fleck beim Denken" (DI) beschrieben.

 

Gerade wegen seines Vielwissens, welches dem Gescheitgläubigen als Grundlage seines Glaubens dient, ist er kaum bis nicht in der Lage und willens, sich selbst infrage zu stellen oder sich von anderen infrage stellen zu lassen.

 

Würde der Gescheitgläubige denKen können, dann käme er weiter.
Da das
DenKen einer großen Anstrengung bedarf, aus diesem Grunde wird meistens – vor allem von den Gläubigen - vermieden zu denKen.


Generell denKen diejenigen Menschen kaum bis nicht, genauer gesagt, generell können diejenigen Menschen, die sehr viel Wissen in ihrem Gehirn gespeichert haben, kaum bis nicht denKen, da es ihnen ausreicht sich aus ihrem großer Wissensspeicher zu bedienen - ohne zu denKen !!!! - und da dieses DenKen ja dazu führen würde, sich selbst (in ihrem Glauben) zu widerlegen.


Das macht ein Intellektueller nicht, das kann ein Intellektueller nicht, sich selbst anzuzweifeln und sich zu widerlegen. Siehe dazu "Wissenwiedergeber" (DI) und "Der blinde Fleck beim Denken"

Anmerkung zum Wissen der vielwissenden Menschen, der intellektuellen Menschen:
Deren Wissen wird leider nur vergleichend genutzt - und nicht zum
DenKen. Wem dieser Satz zu anmaßend und zu übertrieben erscheint, der lese das Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman (ER) und dürfte dadurch eines Besseren belehrt werden.

Die negativen Folgen:
Wenn man gescheitgläubig ist, dann ist man eher in der Lage, seinen Glauben bedeutend leichter und überzeugender unters Volk zu bringen. Das bedeutet, dass Gescheitgläubige immer gefährlicher für die Menschheit sind, als Naivgläubige.


Aus der Sicht eines intelligenten Menschen sind Gescheitgläubige ähnlich naiv, wie Naivgläubige.
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Hier geht es weiter zu "Offener Brief an Horst Seehofer"

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